Zürcher Truppen im Glarnerland

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Kaltbrunn und die Linthebene waren nicht nur in der Verbandsübung FANTASSIN der Ter Div 4 wichtige Geländepunkte, sondern waren bereits in der Geschichte der Zürcher Truppen vor 500 Jahren von besonderer Bedeutung. Im alten Zürichkrieg von 1439-1450 ging es um Gebietsansprüche von Zürich im Oberen Zürichsee und eben der Linthebene, 1529 wollte der Pfarrer Jakob Keiser in Kaltbrunn die Reformation einführen. Beides Mal verhinderten dies die Innerschwyzer.

Im Jahr 1529 wurde der reformierte Pfarrer von den Schwyzer kurzerhand festgenommen und wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Weil das die Zürcher aber nicht tolerieren konnten, erklärten sie den Schwyzer den Krieg. Es kam zunächst zum ersten Kappeler Krieg, der durch die Vermittlung eines Glarner Hauptmanns noch friedlich beigelegt werden konnte beim gemeinsamen Mahl der Kappeler Milchsuppe. Doch bereits zwei Jahre später im Herbst 1531 kam zum zweiten Kappeler Krieg, der nun in einer blutigen Niederlage der Zürcher und mit dem Tod des Reformators Ulrich Zwingli endete.

Erfolgreicher war diesen Mai das Zürcher Schütze Sächsi. Top motiviert und unter der kompetenten Führung vom Oberstlt i Gst David Thalmann bezog man zunächst in Kaltbrunn den Bereitschaftsraum und darauf in Niederurnen die Angriffsgrundstellung, bzw. den temporären Bataillonsstandort im Raum Flugplatz Mollis, um die beauftragten Sicherungs- und Zernierungsaktionen durchzuführen. Der Feind liess sich diesmal mit weniger Gegenwehr überrollen. Bald war das ganze Gebiet fest in Zürcher Hand.

Allerdings nur für zwei Tage, danach wurde der Einsatzraum dem supponierten Schaffhauser Bataillon 61 übergeben. Wieder einmal zogen sich die Zürcher also aus dem Gebiet des Zürcher Obersees und der Linthebene zurück. Immerhin lobte der Divisionskommandant Willy Brülisauer den Einsatz der Zürcher und benotete ihn mit einem „gut“. Selbst der Chef der Armee, Korpskommandant Philippe Rebord, machte dem Schütze Sächsi seine Aufwartung und meinte, die Tradition und Geschichte der alten Schützenbataillone sei ebenso beeindruckend wie ihr topmotivierter Einsatzwille.

Autor: Hptm Kurt Liengme (Asg)

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