Zu Besuch auf der Krankenabteilung

Krankenabteilung? Ja, im Schällesächsi gibt es für die Gesunderhaltung der Truppe jeweils auch eine eigene Krankenstation. Die für uns zuständige Krankenabteilung (KA) befand sich während dem WK  2017 auf dem Kasernenareal der Inf RS 11/12 in Herisau. Geleitet wird sie von Oblt Richard Williams, der im Zivilen als Radiologe tätig ist. Das Media Team hat ihn im Dienst besucht, um mehr über das Aufgabenfeld seiner Mannschaft zu erfahren.

Das Team von Oblt Williams wird im WK von einem weiteren Truppenarzt, der im Zivilen auf die Innere Medizin spezialisiert ist, unterstützt. Zudem besteht eine Sanitätergruppe, welche unserer Stabskompanie zugeteilt ist. Ein Wachtmeister und sieben Sanitätssoldaten gehören ihr an. Truppensanitäter der Schweizer Armee arbeiten zivil nicht zwingend im Gesundheitswesen, sondern haben eine entsprechende Rekrutenschule absolviert.

Evakutation von Verletzten während der Schlussübung SAMBATINUS

Die Krankenabteilung ist in zwei Untersuchungszimmern und zwei Krankenzimmer gegliedert, die je sechs Betten für die stationäre Behandlung aufweisen. Die Tätigkeit umfasst dabei tägliche Visiten, das Impfen sowie das Behandeln von kranken und verletzen Angehörigen unseres Bataillons (ambulant und sanitär). Für weitergehende Diagnostik und Behandlung (z.B. operative Eingriffe) erfolgt die Zusammenarbeit mit zivilen Spitälern sowie weiteren Spezialisten. Angemerkt sei zudem, dass der Bataillonsstab zudem über einen Bat Arzt verfügt. Die Krankenabteilung ist täglich während 24 Stunden besetzt und im Notfall ist ein Truppenarzt innert 30 Minuten vor Ort.

Eine Besonderheit des Militärdiensts ist, dass der Körper bei vielen Soldaten häufig stärker belastet wird, als dies im gewöhnlichen Alltag der Fall ist. Diese Belastung kann entsprechende Beschwerden hervorrufen. Für die Truppenärzte liegt die Herausforderung entsprechend darin, die richtigen Entscheidungen zu treffen. So beispielsweise: Kann der Soldat weiter Dienst leisten oder muss er aus gesundheitlichen Gründen den WK allenfalls gar abbrechen und medizinisch entlassen werden?

Laut Oblt Richard Williams gab es in den vergangenen drei WK-Wochen glücklicherweise aber keine grösseren Zwischenfälle. Auch die Visite sei reibungslos verlaufen, so dass kein Soldat warten musste oder zu kurz kam. Mit dem WK-Verlauf ist der Leiter der KA entsprechend zufrieden.

Autoren: Sdt Schinzel und Sdt Lutz

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