Militärdienst am Kochherd: «Gute Organisation ist das A und O!»

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Das Vorbereiten von drei Mahlzeiten po Tag – und zwar für ca. 170 Mann – das benötigt Zeit. Eine gute Organisation und der volle Einsatz jedes einzelnen in der Küche ist hierzu nötig. Die Mediengruppe des PIO hat mit Wachtmeister Rey gesprochen, dem Küchenchef unserer Stabskompanie, und einen Blick hinter die Kulissen einer Truppenküche erhalten.

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Wm Rey im Gespräch mit dem Media Team Geb S Bat 6

Unter der Leitung von Wm Rey sorgen sich in Herisau aktuell fünf Soldaten engagiert um die Zubereitung der Verpflegung. Eine äusserst wichtige Aufgabe. Die Moral und die Leistung von Stabskompanie und Bataillonsstab hängen immer auch vom Essen ab, denn: «Ohne Mampf kein Kampf!» Vermutlich haben die Köche an so manchen Tagen sogar mehr Einfluss auf die Truppe als das vorgesetzte Kader.

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Der Tag der Küchenmannschaft beginnt jeweils um 05.15 Uhr. Als erstes wird das Frühstück vorbereitet. Nachdem sich alle Soldaten verpflegt haben, beginnen die Aufräumarbeiten, die gleich zur Vorbereitung des Mittagessens genutzt werden. Um ca. 09.00 Uhr hat die Küchenmannschaft eine Pause bis um 11.00 Uhr. Ab dann wird das Mittagessen gekocht und anschliessend auch gleich das Abendessen vorbereitet. Zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr, gibt es nochmal eine Pause für die Küchenmannschaft. Nach dem Abendessen wird aufgeräumt, gesäubert und wieder die Vorbereitung für das Morgenessen am nächsten Tag getätigt. So lautet der übliche Tagesablauf. Tag für Tag.

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Zwei im Küchenteam sind gelernte Köche, Wm Rey ebenfalls mitgezählt. Zwei Soldaten sind Bäcker/Konditor. Ein Soldat ist für den Transport zuständig und einer ist als Küchenhilfe für jegliche Angelegenheiten im Einsatz. Vom Bäcker-Konditor-Duo arbeitet jeweils einer morgens in einer Bäckerei in Herisau mit, um Brot zu backen oder auch Desserts zu kreieren. Jeder einzelne hat somit einen Aufgabenbereich, in dem er spezialisiert ist. Diese Aufgabenverteilung scheint denn auch das Erfolgsrezept der eingespielten Küchenmannschaft. Jeder weiss was er zu tun hat, und was die Kameraden links und rechts erledigen.

Eine besondere Herausforderung ist für den Küchenchef beispielsweise das begrenzte Budget. Mit lediglich CHF 8.75 pro Tag jeden in der Kompanie zu verpflegen, und entsprechende Menüpläne und Einkaufslisten zu schreiben, benötigt genaue Planung. Und zwar für drei Verpflegungen pro Tag. Gegen Ende unseres Gespräches setzte sich auch Fourier Fischer zum Küchenchef und meinte: „Dies sei der beste WK, in dem er je war. Die Küche liefert hervorragendes Essen, die Menge stimmt und alle Soldaten wirken zufrieden. So soll es noch lange weiter gehen.“

Autoren: Sdt Lutz und Sdt Schinzel

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